Lernen

Lernen ist ein Prozess, der meistens eine gewisse  Zeit benötigt. Das trifft auch auf das Lernen in einer Hypnose zu.

Beim Lernen werden zwischen den Nervenzellen, den Neuronen, neue Verbindungen geknüpft und ältere Verknüpfungen entweder gestärkt oder geschwächt bis ganz abgebaut.

Dieses Knüpfen neuer Verbindungen oder Abbau alter Verbindungen ist mit einem Zeitaufwand verbunden.

Hypnotiseure, die eine Heilung von irgendwas nach nur einer Sitzung versprechen sind daher eher nicht seriös.

Gute Hypnotiseure können innerhalb einer Sitzung Lernprozesse anstoßen, die dann nach Stunden, Tagen, Wochen oder gar Monaten gewünschte Resultate erbringen. Zu ihnen gehört z.B. Milton H. Erickson.

Ausnahmen sind Lernen durch Schockeinwirkung. Hier werden durch Schockerlebnisse Gedächtnisspuren eingebrannt.

Dabei werden neben den neuen Verbindungen vorrangig Verbindungen in der Nachbarschaft zerstört, so dass der Signalfluss nur noch diesen Weg nehmen kann und damit in kürzester Zeit dieser neue Signalweg ganz besonders ausgeprägt ist.

Die oben benannten Hypnotiseure arbeiten aber hoffentlich nicht dem Weg des Schocklernens, wobei viele, auch klinische Psychotherapeuten Ängste auf diese Art praktisch "bearbeiten" mit der kognitiven "Konfrontationstherapie".  Welche neuen Schäden sie damit im Gehirn anrichten ist ihnen wahrscheinlich gar nicht bewusst. Es gibt für die Angstbearbeitung wesentlich bessere und schonendere Therapiewege.

Lernvorgänge beschreiben normalerweise zuerst das Kurzzeitgedächtnis. Hier werden Kurzzeitverbindungen aufgebaut, die sich ohne Wiederholung und Verstärkung auch sehr schnell wieder lösen (Vergessen).

Erst die Wiederholung und Verstärkung schreibt dann die neuen Informationen immer besser in das Langzeitgedächtnis.

Lernen im bewussten Zustand und unter Hypnose unterscheiden sich aber deutlich.

Das bewusste Lernen wird durch 2 Quellen erheblich gestört:

Einerseits durch Ablenkungen von außen wie Luftzug, Geräusche usw.

Andererseits stört das Bewusstsein durch die Filterung und Prüfung der Informationen selbst stark.

In Hypnose fallen beide Störquellen weg, so dass die schwachen Verbindungen des Kurzzeitgedächtnisses sofort gestärkt werden.

Unter Hypnose werden so im Verhältnis zum bewussten Lernen ca. 70 % der Inhalte wesentlich schneller ins Langzeitgedächtnis geschrieben.

Lernen umfasst mehrere Möglichkeiten:

- Lernen von neuen Inhalten

- Überschreiben von negativem Lernen durch positives Lernen (Ängste verlernen, Burnout u.a.)

- Lernen von Vergessen. Aktives und vorsätzliches Vergessen von Situationen, die Burnout auslösen oder Vergessen von Schmerzen.

Weitere wichtige Hinweise auch bitte unter den Stichpunkten Burnout oder Gefühle nachlesen.

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